SACRED DANCES UND MOVEMENTS
Die Sacred Dances kommen aus einer sehr alten Tradition, die teils mündlich überliefert und in abgelegenen Klöstern ausgeübt wurden. Zu Beginn des letzten Jahrhunderts wurden sie der Öffentlichkeit Dank G.I. Gurdjieff bekannt und zugänglich gemacht.
Zunächst studierte er selbst die Wissenschaft dieser besonderen Tänze, kreierte dann neue und begann diese zu unterrichten.
Die Sacred Dances sind keine speziellen Religion oder Philosophie, sondern sie beinhalten im Grunde den tiefsten Kern, die Essenz aller Religionen. In einigen macht sich der Einfluss der Sufis bemerkbar, viele andere basieren auf der mathematischen Struktur des Enneagrammes, auch im Sinne der spirituellen und esoterischen Aussage. Andere wiederum sind beispielsweise beeinflusst durch die buddhistische, christliche, griechische und islamische Tradition.
Jeder Tanz ist eine Komposition von Bewegungsabläufen, die zu einer speziellen Klaviermusik erfolgen, Diese Bewegungen sind so konstruiert, dass es dem Tänzer nicht mehr möglich ist, aus dem “mechanischen” Bereich gewohnter Bewegungen zu agieren, sondern nur aus der präsenten Wachheit des Momentes, dem sich öffnen zur inneren Weisheit.
Somit hat der Tänzer die Möglichkeit die tiefere Bedeutung der Sacred Dances zu erfahren.
Für mich persönlich sind die Sacred Dances Ausdruck der sogenannten universellen Energie und sie können dem Ausübenden eine Möglichkeit bieten hiermit spontan in Kontakt zu kommen.
Ich selbst erfuhr diesen Kontakt auf folgenden verschiedenen Ebenen:
Körperlich:
-Körperstellungen und Sequenzen sind ungewöhnlich und dies ist der erste Schritt, um aus den gewohnten Bewegungsmustern auszutreten und den Körper neu wahrzunehmen.
-Jede Position hat einen unterschiedlichen Effekt auf die Körperenergie, z.B. eine Erhöhung des Energieflusses, mehr energetisches Gleichgewicht und eine eventuelle Auflösung von Blockaden.
-Die Sacred Dances können:
-Durch die Zusammenarbeit beider Gehirnhälften zu verbesserter Körperkoordination führen.
-Durch die erhöhte körperliche Aufmerksamkeit und der Entwicklung des Gefühles für “Erdung” kann die Körperbalance verbessert werden.
-Durch das Bewusstwerden der angespannten Regionen wird es dem Körper möglich sich zu entspannen.
Emotional:
-Bei der Ausübung der Sacred Dances bekomme ich mehr Abstand zu meinen Gedanken und identifiziere mich weniger mit meinen Emotionen. Dies überträgt sich auch auf mein alltägliches Leben.
-Ich lerne zwischen tatsächlichen Emotionen und wie Gurdjieff es ausdrückt, “Identifikationen” zu unterscheiden
-Ich erfahre eine tiefere Verbindung zu meinem Herzen und fühle mich weniger abhängig von meiner Umwelt und der Anerkennung anderer.
-Ich fühle Akzeptanz, Hingabe, Vertrauen, Loslassen und eine tiefe Dankbarkeit gegenüber Allem.
Mental:
-ich spüre deutlich, wenn meine Aufmerksamkeit durch unnötige Gedanken abgelenkt wird und dies erhöht meine Fähigkeit im Hier und Jetzt präsent zu sein.
-Ich erkenne und verstehe mehr meine Verhaltensmuster.
-ich realisiere wie meine Denkweise meinen Körper und meine Emotionen beeinflusst
-ich kann leichter Kontakt zu meinem höheren Selbst aufnehmen, und auch der Zugang zu meiner Intuition und dem inneren Beobachter wird einfacher.
Wenn ich mich den Bewegungen des Tanzes hingebe, dem Einfluss der besonderen Musik, und Präsent bleibe mit all dem was in diesem Moment auf den obengenannten 3 Ebenen geschied, erfahre ich den direkten Zugang zum Göttlichen. Jedes Mal erlebe ich dies auf unvorhersehbare Weise neu. Aus diesem Raum heraus nehme ich eine sehr sanfte doch unglaublich kraftvolle Energie war, etwas göttlichen, versteckt in den Tänzen. Diese Erfahrung leitete mich und wies mir den Weg, mich selbst von einer höheren Ebene des Bewusstseins beobachten zu können. Und dieses möchte ich durch meine Arbeit teilen. Diese Beschreibung sind lediglich Worte mit denen ich versuche meine Erfahrungen mitzuteilen.
Wahrscheinlich ist es nur nachvollziehbar, wenn man selbst die Sacred Dances einmal ausprobiert und seine eigenen Erfahrungen macht.
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